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Fachkräftemangel – Fehlender Nachwuchs

Die knapp 300,- Euro für die Anzeige in den Stellenanzeigen der regionalen Tageszeitung kann der Firmeninhaber eines mittelständischen Heizungsbaubetriebes wohl abschreiben. Auf die Anzeige haben sich gerade einmal zwei interessierte Personen gemeldet, beide sind jedoch für die Stellenausschreibung als Heizungsinstallateur nicht qualifiziert. Für den in Schleswig-Holstein ansässigen Heizungsbaubetrieb bedeutet dies, dass künftig nicht mehr jeder Auftrag angenommen werden kann. Die steigende Nachfrage nach Solaranlagen, Photovoltaik und Solarthermie, Wärmepumpen, Blockheizkraftwerken sorgen dafür, dass die Auftragsbücher ohnehin prall gefüllt sind. Tatsache ist, dass zukünftig eine Umsatz- und/oder Gewinnsteigerung der Vergangenheit angehören, wenn die dringend benötigten Fachkräfte fehlen.

Das Problem des Fachkräftemangels wird sich zukünftig noch erheblich vergrößern, da demografisch bedingt zwischen 2020 und 2030 die geburtenstarken Jahrgänge, die sogenannten Baby-Boomer, das Rentenalter erreichen. Die folgenden Generationen können die entstehende Lücke an fehlenden Fachkräften nicht auffüllen. Es fehlt hier einfach der Nachwuchs.

Laut Angaben des Bundes der Selbständigen BdS Baden-Württemberg 2012 haben derzeit 72% aller Betriebe Probleme geeignete Fachkräfte zu finden. Im Handwerk sind es sogar 83,1%. Auch die Bereiche Handel mit 65,1%, Industrie 64,9% und Dienstleistung/ freie Berufe 62,4% liegen deutlich über der 50%-Marke.

Der Mittelstand wird sich besonders anstrengen müssen, wenn er seine bewährten und begehrten Fachkräfte nicht nur halten, sondern ausscheidende Mitarbeiter sogar ersetzen möchte. Die Großbetriebe bieten neben einer besseren Vergütung oft vielerlei Nebenleistungen, wie z.B. eine eigene Kantine, Kinderbetreuung, Einkaufsrabatte, Dienstwagen, Firmenrente, Mitarbeiterkrankenversicherung etc. Der Mittelständler ist gut beraten zumindest im Bereich betriebliche Altersversorgung und betriebliche Krankenversicherung gleichzuziehen, denn beide Produkte kosten den Arbeitgeber weniger als ein höheres Gehalt, da er hier Sozialabgaben sparen kann.

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